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Startseite Der Verein Bootshaus & Gelände
Am Teichgarten 1 · seit 1984

Ein Stück Wolfenbüttel,
seit 1848 am Wasser.

Unser Bootshaus steht auf einem Gelände mit langer Geschichte — von Überschwemmungswiese über Gärtnerei und Pferdestall bis zum heutigen Bootshaus mit drei Bootslagern, Werkstatt und Steg an der Oker.

Erste Erwähnung1848
KSV nutzt das Geländeseit 1984
Heutiges Bootshaus1988
Bootsflotte70 Boote
Lage und Bedeutung

Wo das Wasser vor der Tür liegt.

Das Bootshaus liegt am Teichgarten in Wolfenbüttel, eingebettet zwischen Sportplatz und Oker, mit eigenem Steg ins Wasser. Wer hier startet, paddelt in zehn Minuten durch die Altstadt.

Die Geschichte des Geländes lässt sich bis ins Jahr 1848 zurückverfolgen — damals lag es noch außerhalb der Wallanlage und diente schlicht als Überschwemmungsgebiet. Bei einer Projektwoche des Gymnasiums im Schloss Wolfenbüttel 1988 wurde diese Spur erstmals dokumentiert.

Impressionen

Ein Blick aufs Gelände.

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Chronik

Eine Wiese, ein Stall, ein Bootshaus.

160+ Jahre Geländegeschichte
  1. 1848

    Überschwemmungsgebiet vor der Wallanlage

    Das Gelände liegt außerhalb der Stadtmauer und wird, wenn die Oker steigt, vom Wasser geholt. Eine Wiese am Rand der Stadt, mehr nicht.

  2. 1879

    Ein Backsteinhaus mit Stall

    Das Gebiet — damals noch „Gotteslager" — wird erstmals bebaut. An ein Wohnhaus aus Backstein wird ein Stall angebaut, der später unser erstes Bootshaus werden soll. Eigentümer ist Robert Hoppe, eingetragen am 24. September 1888.

  3. 1925·26

    Gärtnerei Hoppe — Obst für Braunschweig

    Eine Gärtnerei zieht ein. Robert Hoppe liefert sein Obst an die Bäckerei seiner Tochter Hedwig Steckhan in Braunschweig. 1925 wird das Wohnhaus erweitert.

    Bootshaus und Ufer · ca. 1926
    Bootshaus und Ufer · ca. 1926
  4. 1945

    Streit mit der Besatzungsmacht

    Nach dem Krieg möchte die britische Besatzung das Gelände als Pferdekoppel nutzen. Eindringende Pferde verursachen Schäden in der Gärtnerei. Am 24. Juli 1945 entscheidet ein Prozess: Robert Hoppe bleibt Eigentümer.

  5. 1951

    Ein Blick auf die Oker

    Das Ufer in den frühen 50er-Jahren — ein Sprungturm aus Holz, ein schmaler Steg, das Wasser still und braun. Genau hier wird Jahrzehnte später unser Bootshaus stehen.

    Blick auf das Ufer · 1951
    Blick auf das Ufer · 1951
  6. 1958

    Erbschaft und neue Pacht

    Robert Hoppe vererbt das Grundstück an seine Tochter. In den 50er-Jahren wird das Gelände an Herrn Sowirei verpachtet — Schweinezucht und Pferdehandel.

  7. 1961–83

    Turnerjugend des MTV Wolfenbüttel

    Über zwanzig Jahre nutzt die Turnerjugend die Gebäude. Ab 1963 sind zwei Jugendgruppen nebeneinander untergebracht — und schon damals lagern die ersten Boote im Vereinsjugendheim.

    Bootshaus und Ufer · ca. 1960
    Bootshaus und Ufer · ca. 1960
  8. 1962

    Eingang aus Holz und Backstein

    Wimpel an der Wand, ein Holzpfosten davor — der Eingang des damaligen Stalls, kurz bevor die Stadt das Gelände übernehmen würde.

    Bootshaus-Eingang · 1962
    Bootshaus-Eingang · 1962
  9. 1963·66

    Verkauf an die Stadt Wolfenbüttel

    Am 29. Juli 1963 verkauft die Familie eine Teilfläche von 1,76 ha an die Stadt für 40 000 DM. Drei Jahre später erwirbt die Stadt den Rest. Ab 1975 nutzen Sportverein und Technisches Hilfswerk (THW) das Gelände mit. 1980 wird die Stadt offiziell als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen.

  10. 1984
    Geburtsstunde des KSV am Teichgarten

    Die SKSG mietet das Gelände an

    Nach Verhandlungen mit dem Gymnasium im Schloss kann unser Verein am 6. März 1984 einziehen. Der ehemalige Pferdestall wird Jugendraum und Bootslager in einem. Erste Aufgabe: die Nordwand des Stalls in Eigenarbeit erneuern.

    Wolfenbütteler Zeitung · „Umsetzen am Wehr in Ohrum" · 1984
    Wolfenbütteler Zeitung · „Umsetzen am Wehr in Ohrum" · 1984
  11. 1987

    Plan: ein Holzfachwerkbau im Teichgarten

    Mitgliederzuwachs, Platzmangel. Die Stadt schlägt einen 85 m² großen Holzfachwerkbau auf dem Gelände vor — gemeinsam zu nutzen mit der Turnerjugend „Oderkäuze". Geschätzte Baukosten: 79 000 DM, dazu 29 000 DM Materialkosten, plus jede Menge Eigenleistung.

    WZ · „Holzfachwerkbau im Teichgarten" · 1987
    WZ · „Holzfachwerkbau im Teichgarten" · 1987
  12. 1987

    Bekanntmachung der Stadt

    Am 6. November 1987 macht die Stadt Wolfenbüttel die Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses öffentlich bekannt — Tagesordnungspunkt unter anderem: Erweiterung des Bootshauses der Schüler-Kanu-Sportgruppe und des Turnerjugendheimes „Oderkäuze" im Teichgarten.

    Amtliche Bekanntmachung · 06.11.1987
    Amtliche Bekanntmachung · 06.11.1987
  13. 1987

    Der alte Stall im Winter

    Eines der letzten Fotos vom Vorgänger — Holzschuppen unter Schnee, Tannenbaum davor, das KSG-Logo an der Wand. Im darauffolgenden Sommer wird er weichen.

    Bootshaus im Winter · 1987
    Bootshaus im Winter · 1987
  14. 1988

    Abriss in Eigenleistung

    Nach der Sommerfahrt wird der alte Bootsschuppen abgerissen — fast ohne Maschinen. Abwasserrohre verlegen, Fundamentgräben schachten, Beton gießen: alles Vereinsarbeit.

    Abriss Bootsschuppen · Sommer 1988
    Abriss Bootsschuppen · Sommer 1988
  15. 1988

    „Neues Bootshaus wird in Kürze gebaut"

    Der Schulelternrat des Gymnasiums informiert sich vor Ort. Vorgestellt werden 270 000 DM Baukosten — davon 100 000 DM Eigenleistung. Mit Modellen aus Pappe erläutern Vorsitzender Bode und einige Schüler:innen das Bauvorhaben. Beim anschließenden Grillen unter Sonnenschirmen beschließt der Elternrat eine Spende von 1 200 DM für Brotbackofen und Pausenhof-Grill.

    WZ · „Neues Bootshaus wird in Kürze gebaut" · 1988
    WZ · „Neues Bootshaus wird in Kürze gebaut" · 1988
  16. 1988·89
    Grundstein · Richtfest · Holzgerippe

    Ein neues Bootshaus in zwei Monaten

    Am 11. Oktober 1988 die Grundsteinlegung — bereits am 11. November, einen Monat später, das Richtfest. Die Firma Bergmann aus Sickte stellt das Holzgerippe in Rekordgeschwindigkeit auf. Außenverkleidung, Fenster und alle Innenarbeiten folgen im Frühjahr 1989, wieder in Eigenleistung.

    Neubau · unverkleidet · April 1989
    Neubau · unverkleidet · April 1989
    Blick von der Oker · April 1989
    Blick von der Oker · April 1989
    WZ · „Mit großem Bahnhof" · Richtfest 11.11.1988
    WZ · „Mit großem Bahnhof" · Richtfest 11.11.1988
  17. 1993

    Ein zweites Bootslager — versetzt aus Salzgitter

    Mit Zuschüssen von Stadt, Landkreis und Landessportbund Niedersachsen kauft der Verein einen Holzaltbau in Salzgitter Barum, baut ihn ab und stellt ihn an der Nordseite unseres Bootshauses neu auf — unser zweites Bootslager.

    Anbau II · Aufbau 1993
    Anbau II · Aufbau 1993
    Anbau II · gegenüber dem Bestand
    Anbau II · gegenüber dem Bestand
  18. 2004

    Lückenschluss und neue Umkleiden

    Der Platz wird knapp. Ein Anbau schließt die Lücke zwischen Werkstatt und Bootslager II — Platz für die blauen Einerkajaks (Schulungsboote). Im selben Jahr löst sich der Nachbarverein „Oderkäuze" auf; sein baufälliges Haus wird abgerissen und als Anbau neu errichtet: zwei Räume, heute vor allem als Umkleiden genutzt — auch von den Schulen vom angrenzenden Sportplatz.

  19. 2007

    Das Tierheim wird zum Bootslager

    Nachdem das benachbarte Tierheim 2005 umgezogen ist, pachtet der Verein einen Teil des Gebäudes und richtet es 2007 als drittes Bootslager her. Im südlichen Teil weichen Zwischenwände, zwei Tore werden eingebaut — die Boote der Berufsbildenden Schule ziehen ein und entlasten Lager II.

  20. 2022

    Saal-Renovierung

    Mit großem Engagement vieler Mitglieder wurde der Veranstaltungssaal komplett renoviert. Er dient seitdem für Veranstaltungen und vereinsinterne Treffen.

    Saal-Renovierung
  21. 2025·26

    Renovierung der Küche

    Die in die Jahre gekommene Küche wurde in einigen Arbeitseinsätzen komplett saniert und neu aufgebaut. Entstanden ist eine Industrie-Edelstahlküche, die dem Vereinsheim hoffentlich viele Jahre erhalten bleibt.

Heute

Drei Bootslager, eine Werkstatt, 70 Boote.

Aus einem alten Pferdestall ist über vierzig Jahre ein vollständig ausgestattetes Vereinsgelände geworden. Das Bootshaus von 1988 bildet den Mittelpunkt; drumherum gruppieren sich Lager, Werkstatt und Aufenthaltsräume.

Wer heute durchs Tor kommt, findet alles, was es zum Paddeln braucht — und viele Hände, die alles am Laufen halten: Bootswart, Hafenmeister, regelmäßige Arbeitseinsätze.

3
Bootslager

Bootslager I (1988), Bootslager II (1993, Salzgitter‑Holzbau) und das ehemalige Tierheim (seit 2007).

70
Boote im Bestand

Darunter zwei Zehner‑Mannschaftscanadier, zwei Vierer‑Canadier sowie zahlreiche 1er‑ und 2er‑Kajaks.

2 ×
Anbauten 2004

Lückenschluss zur Werkstatt für Einerkajaks, dazu zwei Umkleideräume aus dem ehemaligen „Oderkäuze"‑Haus.

Eigenleistung

Vom Fundament 1988 bis zur Bootspflege heute — ohne unsere Vereinsarbeit gäbe es das alles nicht.

Was zum Bootshaus gehört

  • Bootslager I & II
    Hallen für Vereins- und Privatboote
  • Bootslager III
    Ehemaliges Tierheim, seit 2007
  • Werkstatt
    Reparaturen am Vereinsmaterial
  • Küche & Mehrzweckraum
    Versammlungen, Vereinsabende, kleine Feiern
  • Saal für Veranstaltungen
    Größere Feste, Hochzeiten, Veranstaltungen
  • Garage
    Schulungs- und Kinderboote, seit 2007
  • Übernachtung
    Zelt- & WoMo-Stellplätze für durchreisende Paddler
  • Umkleiden & Duschen
    Auch von Schulen am Sportplatz mitgenutzt
  • Steg
    Direkter Zugang zur Oker
  • Terrasse
    Sammelplatz vor und nach jeder Tour
Die Flotte

Vom Faltboot 1926 zur recyclingfähigen HTP-Hülle.

Bei der Vereinsgründung 1984 war der Bootsbestand fast Null — außer einigen nicht fahrbereiten Faltbooten gab es ein einziges Boot: ein Klepper-Faltboot Zweier von 1926, das dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Hans Bode gehörte.

Heute fahren wir Boote aus Hochtemperatur­thermoplast (HTP) — reparierbar mit Heißklebepistole, voll recyclingfähig, vom Hersteller zurückgenommen und neu eingeschmolzen. Aus Faltboot-Stoff wurde GFK, aus GFK Polyethylen, aus Polyethylen HTP. Materialgeschichte als Vereinsgeschichte.

Jedes Mitglied kann sich aus dem Bestand ein Boot aussuchen — und wenn keine Vereinsfahrt geplant ist, mit Absprache des Vorstands auch für eigene Touren oder Urlaubsfahrten ausleihen.

Neugierig geworden?
Dann schau bei uns vorbei.

Entdecke den Kanusport in Wolfenbüttel und erfahre, was aktuell in unserem Verein passiert. Bei uns findest du Training, Wanderfahrten, Veranstaltungen und gesellige Abende am Bootshaus. Lerne uns persönlich kennen und entdecke, was das Paddeln auf der Oker so besonders macht. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.