Ein Stück Wolfenbüttel,
seit 1848 am Wasser.
Unser Bootshaus steht auf einem Gelände mit langer Geschichte — von Überschwemmungswiese über Gärtnerei und Pferdestall bis zum heutigen Bootshaus mit drei Bootslagern, Werkstatt und Steg an der Oker.
Wo das Wasser vor der Tür liegt.
Das Bootshaus liegt am Teichgarten in Wolfenbüttel, eingebettet zwischen Sportplatz und Oker, mit eigenem Steg ins Wasser. Wer hier startet, paddelt in zehn Minuten durch die Altstadt.
Die Geschichte des Geländes lässt sich bis ins Jahr 1848 zurückverfolgen — damals lag es noch außerhalb der Wallanlage und diente schlicht als Überschwemmungsgebiet. Bei einer Projektwoche des Gymnasiums im Schloss Wolfenbüttel 1988 wurde diese Spur erstmals dokumentiert.
Ein Blick aufs Gelände.
Eine Wiese, ein Stall, ein Bootshaus.
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1848
Überschwemmungsgebiet vor der Wallanlage
Das Gelände liegt außerhalb der Stadtmauer und wird, wenn die Oker steigt, vom Wasser geholt. Eine Wiese am Rand der Stadt, mehr nicht.
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1879
Ein Backsteinhaus mit Stall
Das Gebiet — damals noch „Gotteslager" — wird erstmals bebaut. An ein Wohnhaus aus Backstein wird ein Stall angebaut, der später unser erstes Bootshaus werden soll. Eigentümer ist Robert Hoppe, eingetragen am 24. September 1888.
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1925·26
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1945
Streit mit der Besatzungsmacht
Nach dem Krieg möchte die britische Besatzung das Gelände als Pferdekoppel nutzen. Eindringende Pferde verursachen Schäden in der Gärtnerei. Am 24. Juli 1945 entscheidet ein Prozess: Robert Hoppe bleibt Eigentümer.
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1951
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1958
Erbschaft und neue Pacht
Robert Hoppe vererbt das Grundstück an seine Tochter. In den 50er-Jahren wird das Gelände an Herrn Sowirei verpachtet — Schweinezucht und Pferdehandel.
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1961–83
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1962
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1963·66
Verkauf an die Stadt Wolfenbüttel
Am 29. Juli 1963 verkauft die Familie eine Teilfläche von 1,76 ha an die Stadt für 40 000 DM. Drei Jahre später erwirbt die Stadt den Rest. Ab 1975 nutzen Sportverein und Technisches Hilfswerk (THW) das Gelände mit. 1980 wird die Stadt offiziell als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen.
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1984Geburtsstunde des KSV am Teichgarten
Die SKSG mietet das Gelände an
Nach Verhandlungen mit dem Gymnasium im Schloss kann unser Verein am 6. März 1984 einziehen. Der ehemalige Pferdestall wird Jugendraum und Bootslager in einem. Erste Aufgabe: die Nordwand des Stalls in Eigenarbeit erneuern.
Wolfenbütteler Zeitung · „Umsetzen am Wehr in Ohrum" · 1984 -
1987
Plan: ein Holzfachwerkbau im Teichgarten
Mitgliederzuwachs, Platzmangel. Die Stadt schlägt einen 85 m² großen Holzfachwerkbau auf dem Gelände vor — gemeinsam zu nutzen mit der Turnerjugend „Oderkäuze". Geschätzte Baukosten: 79 000 DM, dazu 29 000 DM Materialkosten, plus jede Menge Eigenleistung.
WZ · „Holzfachwerkbau im Teichgarten" · 1987 -
1987
Bekanntmachung der Stadt
Am 6. November 1987 macht die Stadt Wolfenbüttel die Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses öffentlich bekannt — Tagesordnungspunkt unter anderem: Erweiterung des Bootshauses der Schüler-Kanu-Sportgruppe und des Turnerjugendheimes „Oderkäuze" im Teichgarten.
Amtliche Bekanntmachung · 06.11.1987 -
1987
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1988
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1988
„Neues Bootshaus wird in Kürze gebaut"
Der Schulelternrat des Gymnasiums informiert sich vor Ort. Vorgestellt werden 270 000 DM Baukosten — davon 100 000 DM Eigenleistung. Mit Modellen aus Pappe erläutern Vorsitzender Bode und einige Schüler:innen das Bauvorhaben. Beim anschließenden Grillen unter Sonnenschirmen beschließt der Elternrat eine Spende von 1 200 DM für Brotbackofen und Pausenhof-Grill.
WZ · „Neues Bootshaus wird in Kürze gebaut" · 1988 -
1988·89Grundstein · Richtfest · Holzgerippe
Ein neues Bootshaus in zwei Monaten
Am 11. Oktober 1988 die Grundsteinlegung — bereits am 11. November, einen Monat später, das Richtfest. Die Firma Bergmann aus Sickte stellt das Holzgerippe in Rekordgeschwindigkeit auf. Außenverkleidung, Fenster und alle Innenarbeiten folgen im Frühjahr 1989, wieder in Eigenleistung.
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1993
Ein zweites Bootslager — versetzt aus Salzgitter
Mit Zuschüssen von Stadt, Landkreis und Landessportbund Niedersachsen kauft der Verein einen Holzaltbau in Salzgitter Barum, baut ihn ab und stellt ihn an der Nordseite unseres Bootshauses neu auf — unser zweites Bootslager.
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2004
Lückenschluss und neue Umkleiden
Der Platz wird knapp. Ein Anbau schließt die Lücke zwischen Werkstatt und Bootslager II — Platz für die blauen Einerkajaks (Schulungsboote). Im selben Jahr löst sich der Nachbarverein „Oderkäuze" auf; sein baufälliges Haus wird abgerissen und als Anbau neu errichtet: zwei Räume, heute vor allem als Umkleiden genutzt — auch von den Schulen vom angrenzenden Sportplatz.
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2007
Das Tierheim wird zum Bootslager
Nachdem das benachbarte Tierheim 2005 umgezogen ist, pachtet der Verein einen Teil des Gebäudes und richtet es 2007 als drittes Bootslager her. Im südlichen Teil weichen Zwischenwände, zwei Tore werden eingebaut — die Boote der Berufsbildenden Schule ziehen ein und entlasten Lager II.
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2022
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2025·26
Drei Bootslager, eine Werkstatt, 70 Boote.
Aus einem alten Pferdestall ist über vierzig Jahre ein vollständig ausgestattetes Vereinsgelände geworden. Das Bootshaus von 1988 bildet den Mittelpunkt; drumherum gruppieren sich Lager, Werkstatt und Aufenthaltsräume.
Wer heute durchs Tor kommt, findet alles, was es zum Paddeln braucht — und viele Hände, die alles am Laufen halten: Bootswart, Hafenmeister, regelmäßige Arbeitseinsätze.
Bootslager I (1988), Bootslager II (1993, Salzgitter‑Holzbau) und das ehemalige Tierheim (seit 2007).
Darunter zwei Zehner‑Mannschaftscanadier, zwei Vierer‑Canadier sowie zahlreiche 1er‑ und 2er‑Kajaks.
Lückenschluss zur Werkstatt für Einerkajaks, dazu zwei Umkleideräume aus dem ehemaligen „Oderkäuze"‑Haus.
Vom Fundament 1988 bis zur Bootspflege heute — ohne unsere Vereinsarbeit gäbe es das alles nicht.
Was zum Bootshaus gehört
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Bootslager I & IIHallen für Vereins- und Privatboote
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Bootslager IIIEhemaliges Tierheim, seit 2007
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WerkstattReparaturen am Vereinsmaterial
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Küche & MehrzweckraumVersammlungen, Vereinsabende, kleine Feiern
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Saal für VeranstaltungenGrößere Feste, Hochzeiten, Veranstaltungen
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GarageSchulungs- und Kinderboote, seit 2007
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ÜbernachtungZelt- & WoMo-Stellplätze für durchreisende Paddler
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Umkleiden & DuschenAuch von Schulen am Sportplatz mitgenutzt
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StegDirekter Zugang zur Oker
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TerrasseSammelplatz vor und nach jeder Tour
Vom Faltboot 1926 zur recyclingfähigen HTP-Hülle.
Bei der Vereinsgründung 1984 war der Bootsbestand fast Null — außer einigen nicht fahrbereiten Faltbooten gab es ein einziges Boot: ein Klepper-Faltboot Zweier von 1926, das dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Hans Bode gehörte.
Heute fahren wir Boote aus Hochtemperaturthermoplast (HTP) — reparierbar mit Heißklebepistole, voll recyclingfähig, vom Hersteller zurückgenommen und neu eingeschmolzen. Aus Faltboot-Stoff wurde GFK, aus GFK Polyethylen, aus Polyethylen HTP. Materialgeschichte als Vereinsgeschichte.
Jedes Mitglied kann sich aus dem Bestand ein Boot aussuchen — und wenn keine Vereinsfahrt geplant ist, mit Absprache des Vorstands auch für eigene Touren oder Urlaubsfahrten ausleihen.
Neugierig geworden?
Dann schau bei uns vorbei.
Entdecke den Kanusport in Wolfenbüttel und erfahre, was aktuell in unserem Verein passiert. Bei uns findest du Training, Wanderfahrten, Veranstaltungen und gesellige Abende am Bootshaus. Lerne uns persönlich kennen und entdecke, was das Paddeln auf der Oker so besonders macht. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.